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Freiwilligenarbeit in Moskau: 6 Möglichkeiten, sich bei Malteser zu engagieren

15.09.2026

Viele Menschen möchten helfen und verschieben den ersten Schritt trotzdem: Die freie Zeit ist begrenzt, die erste Erfahrung fehlt oder es ist unklar, welche Aufgabe wirklich passt. Ein gutes Freiwilligenprogramm nimmt diese Unsicherheit. Es beschreibt eine konkrete Aufgabe, erklärt den Ablauf, nennt den Zeitbedarf und gibt einen direkten Kontakt zur Koordination.

Sechs Möglichkeiten für Freiwilligenarbeit bei Malteser

Bei Malteser kann man mit einer einzelnen Aufgabe beginnen, gelegentlich mithelfen oder ein regelmäßiges Engagement wählen. Das Team sucht gemeinsam mit der Person nach einem Format, das zu Interessen, Fähigkeiten und verfügbarer Zeit passt. Freiwilligenarbeit ist damit Teil der täglichen Arbeit des Sozialzentrums: Unterstützung älterer Menschen, Angebote für Kinder und Familien, Hilfspakete, Veranstaltungen und berufliche Expertise greifen ineinander. Informationen und Bewerbung: Für Freiwillige.

Warum Freiwilligenarbeit mit einer passenden Aufgabe beginnt

Hilfsbereitschaft wird leichter zu einer konkreten Handlung, wenn drei Fragen beantwortet sind: Was genau tue ich? Wem hilft es? Woran erkenne ich das Ergebnis? Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften beschreibt Freiwilligenarbeit als einen Weg aus Rollenwahl, Einführung, Begleitung, Rückmeldung und Anerkennung. Das schützt sowohl die unterstützten Menschen als auch Freiwillige selbst, weil Aufgaben, Grenzen, Sicherheitsregeln und Ansprechpersonen klar sind.

Auch in Russland ist die Bereitschaft zum freiwilligen Engagement hoch. Eine WZIOM-Erhebung aus dem Jahr 2025 berichtete, dass 36 Prozent der Befragten im vorangegangenen Jahr freiwillig aktiv waren und 66 Prozent sich eine künftige Beteiligung vorstellen konnten. Genannt wurden unter anderem Unterstützung für Menschen mit Behinderungen, ältere oder wohnungslose Menschen, kostenlose Fachberatung, Workshops und Veranstaltungen (WZIOM, 23. Juli 2025). Für gemeinnützige Organisationen entsteht daraus eine praktische Aufgabe: Der Einstieg muss verständlich und zugänglich sein.

Sechs Formen des Engagements bei Malteser

1. Ältere Menschen begleiten

Freiwillige liefern Lebensmittel und notwendige Dinge, unterstützen Treffen und Programme für ältere Menschen und halten persönlichen Kontakt. Dieses Format passt zu Menschen, denen ruhige Begegnung, Aufmerksamkeit und Verlässlichkeit liegen.

Die Aufgabe wird vorher abgestimmt: Route, Zeit, Kommunikationsregeln und Kontakt zur Koordination sind bekannt. Das Ergebnis kann sehr konkret sein – eine Lieferung, eine begleitete Aktivität oder Hilfe bei einer alltäglichen Aufgabe. Für alleinlebende Menschen kann ein wiederkehrender Kontakt soziale Verbundenheit stärken; die konkrete Wirkung hängt von der individuellen Situation ab.

Freiwilligenarbeit mit älteren Menschen

Ein vergleichbares Modell nutzt Age UK mit dem Telephone Friendship Service. Menschen über 60 werden für regelmäßige Telefongespräche mit Freiwilligen zusammengebracht. Age UK beschreibt dafür sowohl Sicherheitsverfahren als auch eine strukturierte Begleitung (Age UK: Telephone Friendship Service).

2. Kinder und Familien unterstützen

Freiwillige können bei Aktivitäten, Workshops, Kinderprogrammen, Ferienangeboten und Veranstaltungen mitwirken. Geeignet ist das zum Beispiel für Pädagoginnen und Pädagogen, Studierende, Eltern, Kreativschaffende und Menschen, die gern im Team mit Kindern arbeiten.

Die Rolle wird vorab definiert. Eine Person bereitet Materialien vor und unterstützt ein Spiel, eine andere gestaltet unter Begleitung des Teams einen Workshop, eine dritte hilft bei der Organisation eines Ferienprogramms. Entscheidend ist, dass die Aufgabe zum Programm gehört und Alter, Bedürfnisse und Sicherheit der Teilnehmenden berücksichtigt.

Auch andere russische Organisationen arbeiten mit einer solchen Zuordnung von Interessen und Aufgaben. Die Stiftung „Deti-babotschki“ bittet Interessierte beispielsweise um Angaben zu Fähigkeiten und Interessen, um passende Aufgaben zu finden (Deti-babotschki).

3. Den Betrieb des Sozialzentrums unterstützen

Hinter sozialen Programmen stehen viele praktische Arbeiten: Hilfsgüter vorbereiten und sortieren, Pakete zusammenstellen, Ausgaben organisieren, Materialien ordnen und Räume vorbereiten. Dieses Format eignet sich für Menschen, die klare Aufgaben, praktische Arbeit und ein sichtbares Ergebnis am Ende einer Schicht mögen.

Der Beitrag wirkt unmittelbar: Ein vorbereitetes Paket erreicht eine Familie, ein eingerichteter Raum kann Teilnehmende empfangen, gut sortiertes Material spart dem Team Zeit. Ein Einstieg mit einer einzigen Schicht ist möglich.

Nach Angaben von Malteser beteiligten sich 2025 insgesamt 352 Freiwillige an der Arbeit der Stiftung. Auf der Freiwilligenseite werden außerdem 28 Tätigkeitsbereiche, ein Sozialzentrum mit etwa 1.000 Quadratmetern und 35 Jahre Arbeit in Moskau genannt (Freiwilligenarbeit bei Malteser).

4. Kurse und Workshops gestalten

Freiwillige können Wissen und Fähigkeiten teilen – etwa in Musik, Bildung, Kreativarbeit, Bewegung oder anderen Bereichen. Das Format wird vorher mit dem Team abgestimmt: Ziel, Alter der Teilnehmenden, Dauer, Materialien, Zugänglichkeit und Verantwortungsbereich.

Die Geschichte der Malteser-Freiwilligen zeigt, wie aus einem persönlichen Interesse ein Programmangebot werden kann. Galina gründete einen Musikclub und bringt Teilnehmenden die Welt der Musik näher. Solche Rollen entstehen aus Erfahrung und einem Thema, das zur Arbeit des Zentrums passt.

Professionelles Engagement braucht besonders klare Grenzen. Je nach aktueller Aufgabe können beispielsweise Psychologinnen, Pädagogen, Musikerinnen, Designer, Übersetzerinnen, Fotografen, Juristinnen, IT-Fachleute oder andere Spezialisten ihre Kompetenz anbieten. Die konkrete Rolle wird mit der Koordination abgestimmt und muss der Qualifikation entsprechen.

5. Bei Veranstaltungen helfen

Eine Veranstaltung beginnt lange vor dem Eintreffen der Gäste. Freiwillige bereiten Räume vor, begrüßen Menschen, helfen bei Orientierung und Registrierung, begleiten Teilnehmende und unterstützen das Team während des Programms.

Das ist ein guter Einstieg für Menschen, die zunächst einmalig mithelfen, Malteser kennenlernen und die Arbeit von innen sehen möchten. Aus einer Veranstaltung kann später ein regelmäßiges Engagement entstehen.

Öffentliche Veranstaltungen sind auch in Befragungen ein verbreiteter Zugang: WZIOM berichtete 2025, dass jeweils rund zwölf Prozent der Befragten bei Massenveranstaltungen mitwirkten oder kostenlose Fachberatung, Workshops beziehungsweise Vorträge anboten. Malteser kann solche Bereitschaft mit einer konkreten sozialen Aufgabe verbinden.

6. Berufliche Fähigkeiten pro bono einsetzen

Professionelles Engagement bringt genau die Kompetenz ein, die eine Organisation zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt: Beratung, Gestaltung, Foto und Video, Übersetzung, digitale Lösungen, juristische oder finanzielle Unterstützung. Für Fachleute ist das eine Möglichkeit, den eigenen Beruf für eine soziale Aufgabe mit nachvollziehbarem Ergebnis einzusetzen.

In der Bewerbung sollten Erfahrung, verfügbare Zeit und gewünschte Form des Engagements genannt werden. Die Koordination gleicht dieses Angebot mit aktuellen Bedürfnissen ab. Spezialisierte Tätigkeiten brauchen dabei entsprechende Qualifikation, Vorbereitung und klare Verantwortung.

Wie man das passende Format auswählt

Ausgangspunkt sind die eigenen Bedingungen und Interessen:

  • direkter Kontakt – Unterstützung älterer Menschen, Kinder und Familien;
  • praktische Aufgaben – Pakete zusammenstellen, sortieren, ausgeben oder Räume vorbereiten;
  • persönliche Fähigkeiten oder Beruf – Workshops und fachliche Unterstützung;
  • ein freier Abend oder ein Wochenende – Veranstaltung oder Einzelaufgabe;
  • gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen – Corporate Volunteering;
  • langfristiges Interesse – regelmäßige Rolle oder ein eigenes, abgestimmtes Projekt.
Das passende Freiwilligenformat auswählen

Organisationen wie die russische Stiftung „Starost w radost“ erklären neuen Freiwilligen deshalb im Voraus Aufgaben, Kommunikationsregeln, Anforderungen der Einrichtungen, Schulungen und Unterstützungswege. Gute Vorbereitung beantwortet vier Fragen: Was soll ich tun? Wie viel Zeit brauche ich? Wie bereite ich mich vor? Wen kontaktiere ich bei Schwierigkeiten?

Was Menschen langfristig im Engagement hält

Menschen bleiben eher dort aktiv, wo sie ein Ergebnis sehen, ihre Rolle verstehen und Unterstützung durch ein Team erleben. Forschung von Volunteering Australia nennt unter anderem Autonomie, sinnvolle Aufgaben, Begleitung und den Schutz vor Überlastung als wichtige Faktoren.

Auch bei Malteser gibt es unterschiedliche Wege: Dmitri Moskowski half bei Veranstaltungen und Lebensmittellieferungen und unterstützte die Stiftung nach seinem Umzug zum Studium weiter finanziell. Elena hilft seit vielen Jahren bei Lebensmittelausgaben, Kleidung und täglicher Arbeit im Zentrum. Galina entwickelte einen eigenen Musikclub. Unterschiedlich sind Umfang und Form – gemeinsam sind eine klare Aufgabe und die Verbindung zur Organisation.

Hier zeigt sich erneut das Prinzip „von der Hilfe zur Selbsthilfe“. Teilnehmende eines sozialen Programms können später selbst ein Angebot gestalten, andere unterstützen oder sich freiwillig engagieren und gleichzeitig in einem anderen Bereich weiterhin Hilfe erhalten. Selbstständigkeit bedeutet mehr Einfluss auf das eigene Leben und eine passende Form der Teilhabe.

Internationale Beispiele

Beim Spanischen Roten Kreuz hilft eine digitale Anwendung dabei, Einsätze nach Interessen, Ort und verfügbarer Zeit zu finden und bietet zugleich Termine und Lernmaterialien. Das ist ein Beispiel dafür, wie ein künftiger Aufgaben- und Veranstaltungskalender aussehen kann.

Das Georgische Rote Kreuz verbindet Registrierung mit Online-Schulung, Tests und anschließender Zulassung zu Aufgaben. Die Grundidee ist wichtig: Kurze, strukturierte Vorbereitung verwandelt Hilfsbereitschaft in eine sichere Tätigkeit.

In Neuseeland transportieren Freiwillige von Hato Hone St John Menschen mit dem Waka Ora Health Shuttle zu medizinischen und sozialen Terminen; andere Freiwillige vermitteln Erste-Hilfe-Kenntnisse in lokalen Gemeinschaften. Hier wird die Verbindung zwischen Partnern, Organisation und Gemeinschaft besonders sichtbar.

Was Unternehmenspartner einbringen können

Corporate Volunteering funktioniert am besten, wenn Unternehmen und gemeinnützige Organisation mit einer realen sozialen Aufgabe beginnen. Malteser bietet Unternehmen mehrere Wege: ein Programm finanzieren, Mitarbeitende einbeziehen, Sach- oder Dienstleistungen beziehungsweise Expertise bereitstellen oder eine gemeinsame Kampagne entwickeln (Für Unternehmen).

Vor dem Start sollten Anzahl der Teilnehmenden, Zeitrahmen, Budget, Transport, Materialien, Zugänglichkeit, Sicherheitsregeln und die Dokumentation von Ergebnissen geklärt sein. Ein Unternehmen kann eine einmalige Aufgabe von zwei bis vier Stunden, regelmäßige Mitarbeit oder ein gemeinsames Programm mit messbaren Kennzahlen wählen.

Warum Menschen sich freiwillig engagieren

Regeln für eine sichere Teilnahme

Freiwillige brauchen Informationen über Ziele, Inhalt und Grenzen einer Aufgabe sowie eine erreichbare Koordination. Bei Malteser bedeutet sichere Teilnahme unter anderem:

  • Die Aufgabe und die zuständige Ansprechperson sind vor Beginn bekannt.
  • Arbeit mit Kindern und besonders schutzbedürftigen Erwachsenen beginnt mit einer Einführung.
  • Professionelle Hilfe entspricht der tatsächlichen Qualifikation der freiwilligen Person.
  • Persönliche Daten, Fotos und Geschichten werden nur mit entsprechender Zustimmung verwendet.
  • Medizinische, psychologische und soziale Fachentscheidungen bleiben bei qualifizierten Fachkräften.
  • Zeitaufwand, Belastung und die Möglichkeit, ein Engagement zu beenden, sind transparent.

So werden Sie bei Malteser freiwillig aktiv

Der erste Schritt ist eine Bewerbung auf der Freiwilligenseite. Dort können Sie Interessen, Tätigkeit, Wohnort und verfügbare Zeit angeben. Die Koordination meldet sich anschließend, stellt aktuelle Aufgaben vor und hilft bei der Auswahl. Der Einstieg kann mit einer einzelnen Aufgabe, einer Veranstaltung oder einer Schicht im Zentrum erfolgen: Freiwilligenbewerbung.

Wenn Sie ein Unternehmen vertreten, können Sie die soziale Aufgabe beschreiben, die Sie über Mitarbeitendenengagement, Finanzierung, Sachleistungen oder professionelle Expertise angehen möchten. Malteser hilft dabei, Format, Rollen, Zeitplan und Kennzahlen festzulegen: Unternehmenspartnerschaft.

Sichere Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit bei Malteser beginnt mit einer passenden Rolle und kann sich mit der Person weiterentwickeln. Für manche ist ein einzelner Einsatz richtig, andere möchten regelmäßig ältere Menschen begleiten, einen Kurs anbieten oder ihre berufliche Erfahrung in ein Projekt einbringen. Stark wird das System, wenn jede Person ihre Aufgabe versteht, das Ergebnis sehen kann und respektvoll begleitet wird.